Die Schokoladenfabrik

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Und wieder Stockholm! Södermalm ist eine der interessantesten Inseln der Stadt. Es gibt zahlreiche Cafés, Kneipen und Geschäfte, das Szeneviertel SoFo, die traumhaft schöne Katarina Kirche aus dem 17. Jahr­hundert, historische Holzhäuser und – dank der hügelig-erhöhten Lage – tolle Aussichtspunkte auf Stadt und Wasser.

Schild über dem Eingang der Schokoladenfabrik in Stockholm

 

 

 

 

 

 

 

An diesem Ort fühlen sich nicht nur Künstler, Intellektuelle und Touristen wohl. Auch Schokolade hat hier ein Zuhause: in der Schokoladenfabrik, auf schwedisch Chokladfabriken. Willy Wonka wird man hier nicht treffen, doch die Pralinen, Petit fours, Muffins und Tafeln lassen ebenso wenig Wünsche offen wie die Schokolade aus der berühmten Kuriositäten-Anlage in Roald Dahls Roman. In der Stockholmer Schoko-
ladenfabrik
gelten drei Gebote: 1. alle Produkte im Laden müssen Schokolade höchster Qualität enthalten, 2. alles muss von Hand gemacht werden und 3. ein jeder ist willkommen. Diesen Prämissen folgend, entsteht in der Schoko-Küche Köstliches. Die zu schokonautigen Testzwecken erstandene Pralinen-
mischung war fantastisch gut! Da ausnahmslos alle Pralinen das Prädikat „vorzüglich“ verdienen, ist es im Grunde unmöglich, Highlights zu benennen. Versuchshalber seien dennoch drei Exemplare herausgegriffen.

Pralinen aus der Stockholmer Schokoladenfabrik

 

 

 

 

 

 

 

Passionstryffel, in Herzform, enthält fruchtiges Maracujapüree, das zwar nicht farblich hervorsticht (die Füllung ist gleichmäßig dunkelbraun), aber geschmacklich umso mehr zur Geltung kommt. Frisch, natürlich und mit einem Hauch Exotik kann man diese Praline nur lieben (und schnell aufessen). Beim Karde-
mummatryffel
weiß man schon vor dem Hineinbeißen, was sich unter der Schoko-Hülle aus Zartbitter-
schokolade verbirgt: das Schweden-typische Kardamom verrät sich durch seinen intensiven Duft. Das bedeutet nicht, dass der Schokoladengeschmack zu kurz kommt, Gewürz und Schokolade gehen eine fein ausbalancierte Allianz ein. Naschwerk Nummer drei, Cognacstryffel, beinhaltet logischerweise Cognac – auf eine interessante Weise, denn der Alkohol ist nicht der Füllmasse beigemischt, sondern als eigene hauchzarte und halbfeste Schicht im unteren Pralinenbereich vertreten. Wunderbar mild zergeht er zusammen mit der kräftigen Schokolade auf der Zunge.

In der Södermalmer Schokoladenfabrik können die Spezialitäten nicht nur käuflich erworben, sondern auch direkt vor Ort im integrierten Café konsumiert werden. An ein paar kleinen Tischen oder auf grasgrünen stufigen Blöcken kann man sich niederlassen und eine heiße Schokolade schlürfen. Auch Bücher liegen bereit. Außerdem werden verschiedene Schokoladen-Kurse angeboten, bei denen versierte Konditor/-innen ihr Wissen weitergeben. Schokoladenproben gibt es ebenfalls, ab sechs Personen werden sie auch in englischer Sprache angeboten.

www.chokladfabriken.com

Chokladfabriken (Södermalm), Renstiernas gata 12, 116 28 Stockholm, Schweden

Kommentare
6 Kommentare to “Die Schokoladenfabrik”
  1. Schokoherz sagt:

    Klingt herrlich. Da kann man sich die sonnenärmeren Tage bestimmt schön versüßen.

  2. doris sagt:

    Der Artikel ist gemein.. Da läuft einem ja das Wasser im Mund zusammen

  3. Hellostockholm sagt:

    Ich kann es nur bestätigen – ein Traum! Wir sind zum 2. Mal in Stockholm und dieser Ort ist ein Himmel für Schokoliebhaber

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