Quadratisch, lecker, japanisch!

Wenn es um Zahlen geht, kann es ziemlich kompliziert werden. Bei den Schokoladenprodukten von 100% ChocolateCafe aus Japan sorgen Zahlen jedoch für Vereinfachung: Alle Schokoladentäfelchen tragen eine große weiße Nummer auf den einfarbigen Schachteln, die einer bestimmten Systematik folgen. Diese Info verdanke ich übrigens Georg Bernardini, der in seinem großartigen Buch Der Schokoladentester u. a. erklärt, wie die Nummerierungen gegliedert sind. Der Website von 100% ChocolateCafe ist das vielleicht auch entnehmbar, allerdings nur, sofern man des Japanischen mächtig ist.

Schokolade von 100% ChocolateCafe, Japan

Die verkostete Nummer 13 enthält 62 % Kakao (wie übrigens alle dunklen Sorten aus dem 100%-ChocolateCafe-Sortiment), die Bohnen stammen aus Costa Rica. Die Schokolade ist äußerst schmelzig und schmeckt leicht malzig. Das Besondere ist der lang anhaltende Geschmack, der sich zunächst süß entfaltet und schließlich ins Herbe wechselt und nachhält. Sehr interessant, sehr gut.

Das Charakteristische an Nummer 26 ist die verwendete Zuckerart, denn dabei handelt es sich um Wasanbon, einen speziellen japanischen Zucker, der im Land der aufgehenden Sonne bei der Zubereitung verschiedener Süßspeisen zum Einsatz kommt. Diese Schokolade riecht sehr milchig, gleich beim Öffnen der Verpackung. Ihr Schmelz kann es nicht ganz mit dem von Nummer 13 aufnehmen. Der milchige Eindruck setzt sich auf der Zunge fort, die Tafel schmeckt milchschokoladensüß und auch ein bisschen nach Honig – Letzteres ist vermutlich durch die Wasanbon-Zugabe bedingt.

Detailbild Schokolade von 100% ChocolateCafe, Japan

Schokolade von 100% ChocolateCafe gibt es bisher leider nur in Japan. Wer die Gelegenheit hat, eines (oder zwei oder drei) der feinen, kleinen Täfelchen zu probieren, sollte sie ergreifen. Sie sehen nicht nur innen wie außen puristisch-chic aus und erwecken aufgrund ihres Fliegengewichts von 14 g den Anschein eines schokoladenbraunen Schatzes, sondern machen auch geschmacklich einiges her.

Zum Schluss noch ein dickes Dankeschön an Caro, die die japanischen Kleinode in ihrem Reisegepäck mitgebracht hat.

www.choco-cafe.jp (japanisch)

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